Asien

Laos – Bootstour auf dem Mekong

Von Die STA Travel Reiseexperten , 22. Januar 2016

Eine sehr schöne Möglichkeit Laos zu bereisen ist mit einem Boot auf dem Mekong. Während unserer Inforeise haben wir die gesamte Strecke von Houay Xai nach Luang Prabang mit einem slow boat zurückgelegt.

Speziell für unsere Gruppe wurde ein privates Boot gebucht. Dieses Boot war 42 Meter lang und hatte viele Sitzplätze. Da unsere Gruppe nur aus ca. zwanzig Personen bestand, hatten wir hier wirklich jede Menge Platz und konnten sehr komfortabel reisen. Unser Guide erzählte uns, dass auf diesen Booten normalerweise über hundert Personen reisen und es auch ganz normal ist, dass z.B. von den Einheimischen auch Schweine und Mofas auf solche Boote mitgenommen werden.

Laos vom Wasser aus entdecken

Auf unserer Bootsfahrt haben wir allerhand zu sehen bekommen. Die Fahrt führte uns vorbei an kleinen Dörfern, Fischern, Wasserbüffeln und auch zwei Elefanten konnten wir beobachten. Kulinarisch wurden wir von der Frau des Kapitäns verwöhnt. Eine grüne Currysuppe hat es mir besonders angetan.

Laos, Bootsfahrt Mekong

Es gibt wirklich schlechtere Reisemöglichkeiten als in einem Boot auf dem Mekong zu sitzen, eine leckere Currysuppe zu löffeln und sich in den Bann der faszinierenden grünen Landschaft von Laos ziehen zu lassen. Teilweise kam ich mir da vor wie in einem Traum.

Homestay in Ban Pak Nguey

Unser erster Stopp mit dem Boot fand in einem kleinen Dorf namens Ban Pak Nguey statt. Hier war ein „Homestay“ bei den Laoten geplant. Wir wurden am Strand von einigen Bewohnern des Dorfes willkommen geheißen und jeder von uns bekam eine Blumenkette umgehängt. Über einen Hügel gelangten wir ins Dorf. Hier wurde uns Wasser sowie auch sticky rice, in Bananenblätter gewickelt, angeboten.

Laos, Homestay

Danach besuchten wir die Kinder der hiesigen Schule und spielten mit ihnen ein paar Spiele. Auch wenn die Kinder in diesem Dort nicht viel haben – keinen Computer, kein Handy, keinen Fernseher – so kamen sie mir dennoch sehr glücklich und zufrieden vor.

Laos, Homestay

Im Anschluss gab es ein leckeres laotisches Abendessen, das von den Dorfbewohnern für uns vorbereitet und zusammengetragen wurde. Die Einwohner boten uns auch selbstgemachten Reiswhiskey an.

Obwohl keiner der Einheimischen auch nur ein Wort Englisch verstand, so konnten wir uns doch irgendwie mit Händen und Füßen verständigen bzw. half uns unser Guide Keo, der aus Laos stammte, beim Übersetzen.

Anschließend wurden wir zu einer Zeremonie eingeladen. Wir mussten uns alle in einem Kreis am Boden um einen kleinen Altar setzen. Hinter uns saßen die Dorfbewohner. In unserer Mitte saß ein Mann, der auf Laotisch für uns betete. Anschließend erhielt jeder von uns von den anwesenden Dorfbewohnern einen weißen Garn um die Handgelenke gebunden. Während diesem Vorgang wurde von den Laoten für uns gebetet und, wie uns unsere Guide übersetzte, uns alles Gute für unsere weitere Reise und viel Glück für die Zukunft gewünscht.

Nach der Zeremonie machten die Schulkinder auf dem Dorfplatz noch eine Tanzvorführung für uns. Auch wir versuchten den typischen laotischen Tanz nachzuahmen, was für sehr viel Gelächter sorgte. Wir hatten für die Kinder einige Geschenke wie Stifte, Blöcke, Farben und einen Fußball besorgt, die wir anschließend dem Lehrer zum gerechten Aufteilen übergaben.

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Danach wurde unsere Gruppe geteilt und in drei Häusern zum Übernachten untergebracht. Wir verbrachten die Nacht auf dem Boden unter Moskitonetzen in den Wohnräumen der Dorfbewohner. Zähne geputzt wurde im Freien und die Benutzung der dortigen „Toiletten“ war etwas gewöhnungsbedürftig. Mit dem Geräusch von gackernden Hühnern außerhalb des Hauses bin ich irgendwann erschöpft eingeschlafen.

Bereits um 06:00 Uhr in der Früh trafen wir uns wieder am Dorfplatz, um uns zu verabschieden und mit dem Boot die Weiterreisen anzutreten. Der Homestay war eine einmalige Erfahrung für mich. Man sieht eindeutig, dass Menschen auch ohne viel Luxus einfach sehr glücklich sein können. Durch diesen Homestay erwirtschaften die Dorfbewohner Geld, mit dem sie Schulen und Krankenhäuser bauen können. Ich finde das sehr gut, da laut unserem Guide vor wenigen Jahren noch in ganz Laos nur 13 Schulen vorhanden waren.

Aufgrund dieser einzigartigen Erfahrung im Dorf lernte ich wieder zu schätzen, dass es eben nicht selbstverständlich ist den Wasserhahn aufzudrehen und eine heiße Dusche zu haben oder ein WC zu Hause zu haben.

Die Höhlen von Pac Ou

Unsere Reise führte uns entlang des Mekongs weiter zu den Pak Ou Caves. Das sind zwei Höhlen, in denen seit Jahrhunderten tausende Buddha-Statuen zu finden sind.  Die Höhlen stellen eine bekannte Pilgerstätte dar und befinden sich in den Steilklippen eines Kalkfelsens. Daher sind sie nur vom Wasser aus mit einem Boot erreichbar.

Die obere Höhle wird über viele Stufen erreicht und liegt völlig im Dunkeln. Man hat jedoch vor Ort die Möglichkeit zur Besichtigung eine Taschenlampe auszuleihen. Im Inneren der Höhle kann man an einem Podest ein „Glückstäbchen“ ziehen, welche auf laotisch die Zukunft voraussagen. Unser Guide hat uns diese Nachrichten dann übersetzt.

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Die Höhlen sind ein sehr spiritueller Ort und wir hatten das Glück, dass zu unserer Besuchszeit nicht allzu viele Touristen anwesend waren.

DSC_0894_Tina Kruselburger_Boote am Mekong

Zusammenfassend kann ich jedem nur empfehlen in Laos eine Bootstour auf dem Mekong zu machen. Die Landschaft zieht einen einfach in ihren Bann. 🙂

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